Regenwasser-anlagen

regenwasseranlagen 17 Gründe, eine Regenwasseranlage zu installieren

 

Auch wenn man innerlich schon längst sicher ist, daß man eine Regenwasseranlage haben möchte, hilft es manchmal, wenn man objektive Gründe findet, um sich und Andere zu überzeugen. Hier sind sie:

- Unsere Wasservorräte sind begrenzt

Die Herkunft und die Gewinnung des Trinkwassers in Deutschland ist landschaftlich bedingt sehr unterschiedlich, ebenso die Qualität des Trinkwassers. Die Aufbereitung von Grund-, Fluss- oder Oberflächenwasser wird immer schwieriger und gleichzeitig immer teurer. Besonders in landschaftlich intensiv genutzten Gebieten nimmt die Belastung durch Nitrate und Pestizide bedrohliche Ausmaße an. In Ballungsgebieten sind es chlorierte Kohlenwasserstoffe, die Probleme bereiten. Trinkwasser wird dadurch immer knapper, es muss vielfach durch Fernleitungen aus stadtfernen, bisher noch wenig belasteten Gebieten herangeschafft werden. Die Folgen sind hohe Kosten und Grundwasserabsenkungen mit den damit verbundenen negativen Folgen für die Landschaft.


- Regenwassernutzung spart Geld

Trinkwasser kostet, abhängig vom Wohnort, je Kubikmeter etwa 1,00 bis 3,00 €. Zusätzlich wird in den meisten Versorgungsgebieten auch die Abwassergebühr nach dem Trinkwasserverbrauch berechnet, so dass Kosten in einer Größenordnung von 4,00 bis 8,00 € je Kubikmeter entstehen. Wenn man dabei berücksichtigt, dass der jährliche Verbrauch je Haushalt sich in einer Größenordnung von 100 bis 500 Kubikmetern bewegt, kann man leicht überschlagen, welche Summen durch die Nutzung von Regenwasser eingespart werden können. Dagegen müssen die Kosten für Bau und Betrieb einer Regenwasseranlage gerechnet werden, dadurch fällt der finanzielle Erfolg wieder kleiner aus. Weiter ist zu berücksichtigen, dass auch die Einleitung von genutztem Regenwasser in den Abwasserkanal kostenpflichtig sein kann.


- Weniger Energieverschwendung durch Regenwassernutzung

Bis das Trinkwasser von der Gewinnungsstelle -Brunnen, Talsperre, Fluss- ins Haus gelangt, hat es eine weite Strecke in Rohren zurückgelegt, teilweise bis zu über 100 Kilometern. Um die Rohrleitungswiderstände zu überwinden und den Wasserdruck auch an der entferntesten und höchsten Zapfstelle noch zu gewährleisten, wird elektrische Energie für Pumpen verbraucht. Auch die Aufbereitung in den Wasserwerken kostet Energie. Bei der Nutzung von Regenwasser ist der Energieaufwand geringer, da das Wasser nur in kurzen Rohrleitungen und durchweg mit niedrigem Druck fließt.


- Weniger Waschmittel durch Regenwassernutzung

Je kalkhaltiger das Wasser zum Wäschewaschen ist, desto mehr Waschmittel wird benötigt. Die Dosierempfehlungen für Waschmittel geben für hartes Wasser einen doppelt so hohen (und mehr!) Bedarf wie für weiches Wasser an. Der Grund dafür ist, daß der im Wasser gelöste Kalk Seife und waschaktive Substanzen bindet. Waschmittel enthalten deshalb auch Wasserenthärter, die mit zunehmendem Kalkgehalt auch höher dosiert werden müssen. Die Folgen sind bekannt: Höhere Kosten für Waschmittel und Belastung der Flüsse mit Phosphaten, Tensiden und Bleichmitteln. Regenwasser ist dagegen kalkfrei. Das ermöglicht die sparsame Verwendung von Waschmitteln bei der Nutzung in der Waschmaschine.


- Vermeidung von Rückhaltebecken und Hochwasserschutz

Ob am Rhein oder an der Oder, im Frühjahr oder im Sommer, immer wieder erreichen uns Berichte über verheerende Hochwasser durch über die Ufer tretende Flüsse. Ein wesentlicher Grund dafür ist die zunehmende Versiegelung von Flächen durch Straßen und Siedlungsbau. Größere Regenfälle können dadurch immer schlechter im Boden versickern und müssen über die Kanalisation in die Flüsse abgeleitet werden. Um ein zu heftiges Anschwellen der Flüsse durch starke Regenfälle zu verhindern, werden Rückhaltebecken angelegt, die das Regenwasser erst mit Verzögerung in die Flüsse abgeben. Bei besonders heftigen Regenfällen reicht aber deren Kapazität nicht aus. Rückhaltebecken stellen einen erheblichen Eingriff in die Landschaft dar, sie sind zudem auch teuer und werden über die Abwassergebühren finanziert. Regenwasseranlagen haben die gleiche Wirkung wie Rückhaltebecken. Sie sammeln das Wasser dort wo es anfällt, es wird nicht sofort in die Kanalisation weitergeleitet. Verbindet man die Regenwassersammelanlage mit einer Versickerung, kann überschüssiges Wasser auf dem Grundstück abgeleitet werden, die Regenwasserkanalisation mit den beschriebenen nachteiligen Folgen wird überflüssig.


- Die Pflanzen genießen Regenwasser

Der geringe Kalkgehalt des Regenwassers ist für viele Pflanzen gut bekömmlich. Besonders angenehm wirkt es sich bei Topfpflanzen aus, an den Tontöpfen bildet sich kein Kalkbelag -wie sonst bei Verwendung von kalkhaltigem Leitungswasser. Auch das Verkalken von Rohren und Geräten wird verhindert. Aus der Fernsehwerbung kennen wir das schreckliche Szenario: Der Heizstab der Waschmaschine ist verkalkt, die arme Hausfrau ist unglücklich, weil sie keinen (oder nicht den richtigen) Entkalker verwendet hat. Keine Angst. Regenwasser enthält keinen Kalk, der Nutzer einer Regenwasseranlage kann sich entspannt zurücklehnen.


- Durch Nutzung von Regenwasser fällt weniger Abwasser an.

Wird ein Teil des Trinkwassers durch Regenwasser ersetzt, verringert sich automatisch die Menge des anfallenden Abwassers. Je mehr Menschen Regenwasser nutzen, desto kleiner können die Abwasserleitungen und die Kläranlagen ausgelegt werden. Als Folge verringern sich die Gebühren und die Gemeinden können auf den Bau neuer oder größerer Klärwerke verzichten. Einige Kommunen haben das bereits erkannt, sie empfehlen oder fördern den Bau von Regenwasseranlagen.


und:

- Es ist ein schönes Gefühl, etwas für die Umwelt zu tun.

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